Dafür muss man also Agenturen beauftragen?
Vielleicht bin ich ja in mancherlei Hinsicht pedantisch, spießig geradezu. Auch voreingenommen. Aber bei manchen Dingen geht mir der Hut hoch, zum Beispiel bei solchen gelieferten Dateien: ein Logo in einem Illustrator-EPS. Das Logo besteht aus einem vektorisierten Schriftzug und einer Grafik (ein eingebettetes Photoshop Pixelbild, da mit fancy Ebeneneffekt, aber das mal beiseite gelassen). Die Arbeitsfläche in Illustrator ist mit 200×100 mm angelegt. Das Logo darin nimmt insgesamt einen Platz von 140,977 x 28,712 mm ein. Huh? Kann ich schon nicht leiden. Weder, dass das Logo mit völlig krummen Werten angelegt ist, noch dass die Arbeitsfläche größer als das Logo ist. Und bevor jemand auf die Idee kommt – nein, es steht auch nicht in der Mitte, sondern nur fast in der Mitte (x97,53 y49,247). Außerdem steht im linken oberen Eck der Arbeitsfläche ein unmotivierter, kontur- und flächenloser Rahmen mit 27,693 x 40,922 mm, was dazu führt, dass das EPS platziert in InDesign nach links und oben hin einen nicht nachvollziehbaren, sinnbefreiten weißen Bereich mit sich führt, was eine exakte Platzierung mühsamer macht, als sie sein müsste (Schutzzone nur nach links oben wird es wohl nicht sein). Last not least: Die Farbpalette von Illustrator wird geschmückt von allen Standard-Farbfeldern, die für das Logo verwendete Farbe hingegen ist nicht als Farbfeld angelegt.
Erstellt, freilich, von einer hippen Agentur. Die weiß natürlich, was sie tut. Nur Agenturen können das.