myalteregois not amused

9.250.000

Apple verkaufte in den letzten drei Monaten also 9,25 Millionen iPads – und der begrenzende Faktor war dabei nicht die Zahl der Kaufwilligen, sondern die Produktionsmenge. Eine ganze Menge, wobei man ja an solcherlei Zahlen gewohnt ist. iPhone verkaufen sich in noch schwindelerregenderen Mengen, iPods lieferten solche Zahlen in den letzten Jahren regelmäßig.

Die Zahl wird beeindruckend in Relation. Das iPad verkauft sich mehr als doppelt so oft als der Mac. Das iPad verkauft sich mehr als der Mac noch in den Jahren 2004 und 2005 zusammen genommen, beinahe 1,5-mal so viele wie im gesamten Jahr 2007 und knapp so viele wie im gesamten Jahr 2009.

A device without a purpose

Klar, ein iPad ist ja auch günstiger als ein Mac, höhere Stückzahlen insofern nicht verwunderlich. Jedoch darf man nach wie vor nicht außer Acht lassen, dass das iPad eine neue Produktklasse generiert hat. Eine Produktklasse, zu der die häufigste Frage von Nicht-Besitzern immer noch lautet: Was macht man denn damit? Wozu braucht man das? Kann man das nicht auch mit xyz machen? Ich kenne wenige Menschen, die sich mit einer ganz genauen Vorstellung über den Einsatzzweck ein iPad gekauft haben. Meist ergibt sich der Einsatzzweck mit der Benutzung, mit der Verfügbarkeit immer neuer Apps.

Apple kann also 9,25 Millionen Stück eines Gerätes verkaufen, von dessen Einsatzzweck viele Käufer zum Zeitpunkt des Kaufes sichtlicherweise keine konkrete Vorstellung haben. Sind das alles noch die viel zitierten Jünger und Nerds und early adopters und/oder besitzen die alle mehrere Geräte? Schwer vorstellbar.

Post-PC ist noch nicht wirklich definiert. Aber schon da.

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