myalteregois not amused
Gefunden @ praegnanz.de

Gerade als man dachte, Dreamweaver würde so langsam sterben oder zumindest zu einem komfortablen Code-Editor mit Vorschau-Funktion und FTP-Client umgemünzt werden, kommt ein brandneues Produkt auf den Softwaremarkt, das ganz offenbar konzeptionell in den späten Neunziger Jahren eingefroren und jetzt wieder aufgetaut und umgesetzt wurde

Ohne Muse bislang ausprobiert zu haben, liest sich die Promoseite wie eine modernisierte Fassung der GoLive-Versprechen Ende der 90er Jahre. Die FAQ zu Muse machen auch nicht schlauer: Die Beschränkungen der Softwarefunktionen lässt einen eher an iWeb und Konsorten denken, weitere Formulierungen und nicht zuletzt das Vorhaben, Muse später einzig und allein via subscription zu vertreiben, klingen nach professioneller Positionierung. Wo man sich dann auch fragen darf, was aus Dreamweaver werden wird, der im starren Upgradekorsett der Creative Suite gefangen bleibt. Zwischen Edge, Muse und diversen HTML5-Zusatzpacks für CS-Applikationen sollte Adobe auch einmal klar machen, wo die Reise hingehen soll. Man könnte sonst auf die Idee verfallen, dass Adobe das selbst nicht weiß. Oder wie es Gerrit van Aaken im oben verlinkten Artikel formuliert: Wir machen alles mit, wir sind immer dabei. Bitte lasst uns mitspielen, denn wir haben Angst, das nächste große Paradigma zu verpassen! So sieht kein souveräner Konzern aus.

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