myalteregois not amused
Do, 10.11.2011, grafiksachen

Adobe ändert Lizenzmodell

Adobe hat zur MAX2011 die Creative Cloud vorgestellt, die neben wolkigen Community-Features und Services unter anderem auch Zugriff auf alle Adobe-Applikationen bieten soll – neben den schon zur Creative Suite 5(.5) stärker in den Vordergrund gestellten Mietmöglichkeiten ein deutlicher Wink mit dem Zaunpfahl, dass das Subscription Modell wohl das ist, was Adobe in Zukunft pushen will.

Mieten statt kaufen

Ein Blogbeitrag konkretisiert das Angebot der Creative Cloud nun. In der ersten Jahreshälfte soll der Zugang für 50 Dollar monatlich (bei Abschluss eines Jahresabos) kosten und Zugriff auf den kompletten Umfang der Master Collection bieten – also auf alles, was Adobe an Programmen anbietet.

We are excited to announce that membership to the Adobe Creative Cloud will be available in the first half of 2012 at a price of $49.99 per month for individuals and $69.99 per month per seat for workgroups, both for an annual plan.

Ob “for individuals” wie bisher bedeutet, dass zwei Installationen möglich sind, oder ob dieses Individuum auf einen Rechner, eine Installation beschränkt ist, vermag ich nicht herauszulesen. Mir ist aber auch einigermaßen unbegreiflich, weshalb die Lizenz für einen Arbeitsplatz in einer Workgroup teurer sein soll.

Kaufen statt mieten?

Richtig interessant wird es aber einige Zeilen weiter unten, wo sich Adobe zum herkömmlichen Lizenzmodell äußert – aka ‘Ich kauf mir lieber eine Box’ (Hervorhebung meinerseits):

For customers who prefer to remain on the current licensing model, we will continue to offer our individual point products and Adobe Creative Suite editions as perpetual licenses. With regards to upgrades, we are changing our policy for perpetual license customers. In order to qualify for upgrade pricing when CS6 releases, customers will need to be on the latest version of our software (either CS5 or CS5.5 editions).

Im Moment reicht die Upgradeberechtigung drei Versionen zurück. Auf CS 5(.5) kann man derzeit also noch von CS2 aus aktualisieren. Praktisch (für den Nutzer) ist dabei, dass man auch einmal eine Version auslassen kann, wenn einem der Featuresprung zu unwesentlich scheint. Das kann man sich nach der Änderung – mit Beginn des Jahres 2012, wenn ich es recht verstehe – in die Haare schmieren. Entweder stets updaten, oder wieder neu kaufen. Oder eben mieten – das würde Adobe am liebsten sehen. Je nachdem, welche Programme man nutzt (und was letztlich ‘for inividuals’ tatsächlich heißt) dürfte das aber teurer werden. 50 Dollar monatlich sind 600 Dollar jährlich, macht 1200 Dollar alle zwei Jahre – ein üblicher Updatezyklus. Ein Update einer Creative Suite kostet da weniger. Und wenn man dazu Adobes üblichen Wechselkurs ansetzt, werden aus diesen 1200 Dollar schnell 1500-2000 Euro.

There is a tremendous shift happening around content creation,
distribution and monetization.

Ja, vor allem bei der Monetarisierung auf Seiten von Adobe, wie mir scheint.

 

Der Avatar ist mit dem großartigen 137b Avatar erstellt worden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, mich eingeschlossen, sind nicht beabsichtigt und wären reiner Zufall.

Wird diese Seite angezeigt, habe ich das WordPress Template anscheinend nicht vollständig kaputt gemacht.

Hier ist unten und Schluss. Einen schönen Tag noch.