myalteregois not amused
Mi, 19.05.2010, grafiksachen

Neue Suite, neuer Adobe PDF PPD Speicherort

Wer sein InDesign CS5 frisch installiert wird beim nächsten Besuch des Drucken-Dialogs wahrscheinlich vergeblich nach der “Adobe PDF 9.0″ PPD suchen. Immerhin ist sie dieses Mal nicht gelöscht worden wir seinerzeit nach der Installation von Acrobat auf Snow Leopard. Die PPD liegt (unter OS X) weiterhin in “Library > Printers > PPDs > Contents > Resources” – nur sieht dort InDesign anscheinend nicht mehr nach oder ignoriert die PPD aus irgendwelchen Gründen. Möglicherweise zeigt InDesign aus Gründen der Übersichtlichkeit im Drucken-Dialog nur noch PPDs von Druckern an, die auch tatsächlich installiert sind, statt einfach alle im genannten Ordner liegenden PPDs aufzulisten. Netter Zug an sich, doch nachdem unter 10.6 auch kein PDF-Drucker mehr installiert ist (weil er eh nicht funktioniert), wird wohl auch die Adobe PDF PPD ausgeblendet.

In diesem Eintrag in den Adobe-Foren ist das Thema glücklicherweise bereits gelöst: Man kopiere die PPD nach “Applications > InDesign CS5 > Presets > PPDs”. Den “PPDs”-Ordner erstellt man gegebenenfalls selbst, falls er noch nicht vorhanden ist. Schon taucht die Adobe PDF PPD im Drucken-Dialog wieder auf und man kann wie gewohnt seine PostScript-Files aus InDesign schreiben.

Fr, 11.09.2009, grafiksachen

Follow-up: PDF-Erstellung unter 10.6 Snow Leopard (Update: mögliche Lösung)

PDFs erstellen unter 10.6(.1) Snow Leopard scheint ein Thema zu sein, das offiziell (also seitens Adobe) keines ist. Ich habe meine Probleme bereits hier beschrieben, wobei es weiterhin schwierig ist, im Web weitergehende Infos oder gar Antworten zu finden. An dieser Stelle nun noch einmal ein Versuch, die Situation mit 10.6, InDesign und dem Distiller (8 und 9) darzustellen.

Welche Möglichkeiten der PDF-Erstellung gibt es überhaupt? Mir fallen vier ein:

1. In Applikationen wie Mail.app, Preview etc. – also Applikationen, die den System-Drucken-Dialog nutzen – klickt man im Submenü “PDF” einfach auf “Als PDF sichern…” und gut. Dadurch wird ein PDF erstellt, welches die in OS X integrierte PDF Engine nutzt. Gut genug, allerlei Dokumente, E-Mails oder Webseiten als PDF zu sichern.

Aus InDesign heraus funktioniert diese Vorgehensweise meines Wissens generell nicht – unabhängig vom System. InDesign nutzt einen eigenen Drucken-Dialog. Klickt man in diesem Drucken-Dialog auf “Drucker…”, so kommt man zwar zum System-Drucken-Dialog und kann wie oben beschrieben “Als PDF sichern…” wählen, das entstehende PDF jedoch kann – zumindest bei mir – weder von Preview noch von Acrobat geöffnet werden. Es erscheint lediglich der Hinweis, dass die Datei möglicherweise beschädigt sei oder das Format nicht unterstützt werde.

2. Direkter Export aus InDesign. Die Diskussion darum, ob man den Export gerade für PDFs, die für Druckereien bestimmt sind, nutzen möchte oder nicht, ist eine ganz eigene, die hier nicht geführt werden soll. Quintessenz: Für wen es funktioniert, ist fein raus. Ein weiterer Punkt, der womöglich gegen einen direkten Export spricht, ist, dass derart erzeugte PDFs oftmals – teils erheblich – größer ausfallen als etwa vom Distiller erzeugte PDFs. Dies entspricht zumindest meiner Erfahrung, eine Erklärung dafür habe ich nicht.

Immerhin: Unter 10.6 funktioniert der direkte Export genauso wie immer. Keine Einschränkung, keine Umstellung des Workflow. Aber wer meint, dass ein PDF ein PDF ein PDF ist, der sollte sich auch einmal diesen Thread bei hilfdirselbst zu Gemüte führen.

3. Drucken über den virtuellen “Adobe PDF Printer”. Dies scheint eine sehr verbreitete Methode zu sein und sie funktioniert aus allen Applikationen heraus, also sowohl aus solchen, die den System-Drucken-Dialog nutzen (siehe Abb.), als auch jenen, die ihren eigenen Drucken-Dialog nutzen, wie etwa InDesign. Der Adobe PDF Printer wird bei der Installation von Acrobat angelegt. Dieser virtuelle Drucker leitet den Druckauftrag auf den Distiller um, der dann je nach gewünschter PDF-Einstellung ein PDF erzeugt.

Und genau diese Methode ist mit 10.6 Snow Leopard “kaputt”. Die Erklärung, die Adobe in einer Tech Note gibt, klingt absurd. Es seien “Security Features” von 10.6, die den Adobe PDF Printer nun nicht mehr funktionieren ließen. Das mag tatsächlich sein, als Nutzer denke ich darf man dennoch zurecht fragen, warum ein Sicherheitsfeature den Adobe PDF Drucker verhindert. Und diese Frage geht an Adobe, nicht Apple. Wie in aller Welt war die Lösung bislang realisiert, dass sie durch ein neues Sicherheitsfeature verhindert werden kann? Das ist aus meiner Sicht eine ähnliche Situation wie seinerzeit beim elendiglichen CS3-Bug, der zu Abstürzen in Öffnen- oder Sichern-Dialogen führte. Auch hier berief sich Adobe darauf, dass es ein Fehler seitens Apple sei. Und tatsächlich behob ja ein 10.5.x-Update den “Fehler”. Dennoch sei gefragt, warum nur bzw. vor allem InDesign betroffen war und hunderte andere Apps (auch Adobe-Apps) keinerlei Fehlverhalten zeigten.

Sei’s drum. Adobe hat einen Ersatz für den Adobe PDF Printer ersonnen – ein Automator-Script, das sich wie in Methode 1 beschrieben im PDF-Submenü des System-Drucken-Dialogs befindet. Mit “Save As Adobe PDF” wird, wenn ich die oben verlinkte Tech Note recht verstehe, ein PDF via Systemfunktion erstellt, dieses dann aber (per Distiller?) in ein Adobe PDF konvertiert. Von einer PDF-Konversion mag man halten, was man will, aber vor allem greift die Einschränkung, die schon unter Methode 1 erwähnt wurde: Dies funktioniert aus InDesign heraus schlicht nicht. Es funktioniert in Apps, die den System-Drucken-Dialog nutzen. In InDesign führt die Auswahl von “Save As Adobe PDF” zu … nichts. Es passiert nichts. Der unten abgebildete Dialog, in dem man die PDF-Einstellung wählt, erscheint nicht. Ich konnte noch keinen Eintrag irgendwo im Web finden, der das Funktionieren des Automator-Scripts aus InDesign heraus bestätigen würde.

Au contraire, in den Adobe Foren gibt es einen langen Thread, in dem etliche User das Script entweder gar nicht zum Laufen bringen, oder es regelmäßig abstürzt. Ich konnte hier z. B. aus Safari heraus ohne Probleme per “Save As Adobe PDF” PDFs erstellen. Da ich aber sicher keine “Adobe quality” PDFs von einer Webseite benötige, mache ich deswegen noch keinen Schampus auf. Auch funktioniert – wenn überhaupt – diese Alternative auch ausschließlich mit Acrobat 9(.1.3). Acrobat-8-Nutzer können die Alternative definitiv nicht nutzen.

4. Bleibt die vierte Methode, das gute alte Schreiben eines PostScript-Files aus InDesign, welches man dann manuell in den Distiller kippt. Hierfür wählt man im Drucken-Dialog von InDesign “PostScript Datei” als Drucker und “Adobe PDF 9.0″ als PPD (oder auch Adobe PDF 8.0, falls man noch mit CS3 unterwegs ist). Die erstellte .ps-Datei gibt man in den Distiller.

Nun ergibt sich – abgesehen wieder von der Diskussion, ob dieser Workflow nicht schon beerdigt sein sollte – hier das Problem, dass der Distiller (sowohl Version 8.x als auch 9.x) unter 10.6 enorm langsam ist. Mittlerweile habe ich eine stattliche Anzahl an ps-Dateien getestet, erstellt auf unterschiedlichen Rechnern, mit unterschiedlichen PPDs – immer mit demselben Ergebnis, einer unendlich langsamen Konvertierung im Distiller. Dieselben ps-Dateien flogen auf einem 10.5.8-Rechner in gewohnter Schnelligkeit durch den Distiller. Der Thread in den Adobe Foren bestätigt dieses Phänomen, die dort angegebenen Zeiten decken sich exakt mit meinen Messungen. Selbst ein frisch installierter Rechner zeigte diese Langsamkeit. Allerdings ist dieser Thread der einzige Treffer, den ich bislang zu diesem Problem finden konnte. Insofern ist es nach wie vor unsicher, ob es sich überhaupt um ein generelles Problem handelt oder nur um eine seltsame, nutzerspezifische Wechselwirkung.

Auf alle Fälle deckt sich die gemessene Langsamkeit mit der Anzeige im Aktivitätsmonitor: Während der Distiller sich unter 10.5.8 für das Distillen die volle Leistung eines freien CPU-Kerns genehmigte, nimmt er unter 10.6 nur rund 10% CPU cycles in Anspruch.

[Update]: Mögliche Lösung!

Fr, 04.09.2009, grafiksachen

Snow Leopard, InDesign und der Distiller (Update: mögliche Lösung)

Laut Adobe läuft die Creative Suite 4 abgesehen von ein paar sehr wenigen Absurditäten wunderbar auf OS X 10.6 Snow Leopard. Trotz einer solchen Aussage sollte niemand 10.6 auf einer Produktions-Maschine installieren, sondern erst einen weniger kritischen Rechner damit ausstatten. Gesagt getan, 10.6 läuft hier auf einem MacBook Pro, das System wurde von 10.5.8 einfach auf 10.6 aktualisiert.

Erstes Unwohlsein ruft dieser Artikel bei indsignsecrets hervor, wo erwähnt wird, dass der virtuelle “Adobe PDF Drucker”, der von Acrobat installiert wird, unter 10.6 nicht mehr funktioniert und von Adobe durch ein Automator-Script ersetzt wurde, welches sich im (System-)Drucken-Dialog unter dem “PDF”-Button versteckt und “Save As Adobe PDF” heißt.

Den virtuellen Drucker habe ich noch nie verwendet, allerdings tut sich dennoch ein Problem auf: Auf meinem Rechner wurde durch das Update sichtlicherweise die Adobe PDF 9.0 PPD (ADPDF9.PPD) aus “Library > Printers > PPDs > Contents > Resources > en.lproj” entfernt. Dadurch funktioniert der Workflow nicht mehr, aus InDesign im Drucken-Dialogfeld ein Postscript-File mit eben jener Adobe PDF PPD zu schreiben, um dieses ps-file anschließend manuell in den Distiller zu stecken. Dass dieser Workflow möglicherweise nicht der ist, den Adobe als “zeitgemäß” ansieht, mag sein. Dennoch ist er immer noch massenhaft in Benutzung und bei aller Liebe für den direkten PDF-Export aus InDesign noch immer der narrensicherste Weg zu einem PDF, das in Druckereien landauf, landab funktioniert.

Erschwerend kommt hinzu, dass der in der Adobe Tech Note beschriebene Weg über das neue Automator-Script zumindest bei mir aus InDesign heraus schlicht nicht funktioniert. Der System-Drucken-Dialog ist schon einmal aus InDesign heraus nur unbequem zu erreichen (Button “Drucker…” im Drucken-Dialog von InDesign). Wähle ich dort aus dem PDF-Menü “Save As Adobe PDF”, so passiert rein gar nichts. Es sollte sich wohl ein Dialogfeld öffnen, in dem ich die gewünschte Distiller-Einstellung wählen soll. Es passiert aber einfach nichts. Nur aus Applikationen heraus, die direkt den System-Drucken-Dialog nutzen (z. B. Pages, Preview etc.) funktioniert das “Save As Adobe PDF” wie von Adobe beschrieben.

Gut, wenn man ein Backup seines alten Systems oder noch einen zweiten Rechner mit 10.5.x parat hat. So lässt sich zumindest die Adobe PDF 9.0 PPD wieder herstellen. Einfach die Datei aus dem oben genannten Pfad kopieren und an dieselbe Stelle im 10.6-System einsetzen, InDesign ggf. neu starten. Nun steht die PPD wieder zur Verfügung und man kann wie gewohnt eine Postscript-Datei mit Adobe PDF 9.0 PPD aus dem Drucken-Dialog speichern und diese in den Distiller stecken. Doch hier wartet neues Ungemach. Der Distiller (9.1.0) ist auf dem MacBook Pro kriechend langsam. Ein simples, kleines 82 MB ps benötigte sagenhafte 94 Sekunden zum distillen, während dasselbe ps-file mit derselben Distiller-Einstellung auf einem 10.5.8-Rechner in 7 Sekunden zum PDF gerechnet wurde. Ein Beitrag in den Adobe Foren, der genau dieses Problem beschreibt, ist zum Zeitpunkt, da ich dieses schreibe, noch nicht sinnvoll beantwortet (zudem sind die Foren gerade kaum zu erreichen und/oder enorm langsam). Ein sehr alter MacFixIt-Artikel listet Sophos Anti-Virus als Möglichkeit eines langsamen Distillers auf, aber abgesehen von der Nicht-Aktualität des Artikels läuft hier auch kein Sophos. Auch eine rege Festplattenaktivität, wie im Artikel beschrieben, liegt nicht vor.

Ist dies Adobes Vorstellung von “läuft prima unter 10.6″?

[Edit] Wer die Adobe PDF 9.0 PPD von einem alten System oder Backup zurückkopiert, sollte sie direkt in “Library > Printers > PPDs > Contents > Resources” legen, nicht dort auch noch in das Unterverzeichnis “en.lproj”. Aus diesem Unterverzeichnis wird die PPD sonst anscheinend bei jedem Start des Distillers wieder gelöscht.

[edit 2] Es gibt einen Folgeartikel zu diesem Thema.

[Update]: Mögliche Lösung!

 

Der Avatar ist mit dem großartigen 137b Avatar erstellt worden. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen, mich eingeschlossen, sind nicht beabsichtigt und wären reiner Zufall.

Wird diese Seite angezeigt, habe ich das WordPress Template anscheinend nicht vollständig kaputt gemacht.

Hier ist unten und Schluss. Einen schönen Tag noch.